Die Thaikatze und die Siamkatze haben den gleichen Ursprung und stammen aus dem damaligem Siam - heute Thailand. In den 70er Jahren begann der Trend, immer schlankere, zierlichere und grazilere Siamkatzen zu züchten. Einige Züchter hielten am traditionellen Typ fest, was schliesslich zur Anerkennung desselben als Rasse unter dem Namen "Thaikatze" führte, die im englischen Sprachraum auch als "Old-Style Siamese" bezeichnet wird. Viele Thaizüchter kreuzten allerdings insbesondere Ende der 90er Jahre Fremdrassen wie Burma, Rex oder Colorpoint-Briten ein, um den erwünschten Phänotyp zu erhalten. Daher ist der von vielen Züchtern beanspruchte Hinweis auf die "alte, echte Siamkatze" häufig nicht begründbar.
Charakter
Der Charakter der Siamkatze ist geprägt durch klare Linien, weil sie ein beharrliches, wenn nicht gar einschmeichelndes Wesen ist. Was sie will, will sie jetzt, nicht in einer Stunde, auch nicht wenn es Ihnen genehm ist, sondern jetzt! Bis sie es bekommt, erzählt sie der Welt ihre Geschichte des Leids, oder bockt wie ein verwöhntes Kind, indem sie über ihren Kummer jammert, bis man nachgibt und ihr den Herzenswunsch erfüllt.
Die Siamkatze ist gebündelte Zuneigung auf vier Füßen, was sie dann auch gelegentlich in fast übertriebener Weise demonstriert. Sie liebt Sie, und darüber muss sie sie in kurzen Abständen informieren, sonst ist sie unglücklich. Wenn Sie sich setzen, sitzt ihre Katze auch - auf Ihnen. Das ist natürlich sehr schmeichelhaft, aber es kann auch anstrengend sein, wenn die Katze dann aufgestanden ist, das, was einem wie der meiste Teil ihres Fells erscheint, von der Kleidung zu entfernen. Sie lernen sich für die Katze zu kleiden - nicht lachen, es ist wahr!
Sie ertappen sich dabei, wenn Sie sich ein neues Kleidungsstück kaufen wollen, dass Sie automatisch erst einmal daran denken, wie gut Katzenhaar darauf zu sehen sein wird.
Wenn Sie ins Bett gehen, tut es Ihre Siamkatze auch, entweder oben auf der Decke, oder, wenn Sie eine weichherzige Seele sind, darunter - an Sie geschmiegt wie ein Pflaster. Entweder an Ihrem Rücken oder an Ihrer Seite. Auf diesem Weg bekommen Sie natürlich ein Wiegenlied, Sie werden durch den Ton des lauten, glücklichen Schnurrens in den Schlaf gesungen. Es gibt Ihnen das Gefühl, eine verdienstvolle Person zu sein, um mit solcher Demonstration von Ihrem Wert gewürdigt zu werden.
Neugier ist das bemerkenswerteste Charakteristikum der Siamkatze. Sie brauchen bloß die Kühlschranktür zu öffnen, schon ist sie da, wie durch Zauberei, um nach einem Leckerli zu schauen. Wäscheschränke, in denen all die schön gebügelten Betttücher, Handtücher, Blusen und andere schöne Dinge aufbewahrt werden, sind sehr attraktiv für Luna. Zu jeder sich bietenden Möglichkeit krabbelt sie hinein und genießt ein Schläfchen zwischen den Sachen. Die Siamkatze ist den kleinen Ärger wert, den sie manchmal verursacht und ihre Streiche sind, wenn auch manchmal entnervend, trotzdem amüsant.
Farben der Thai
Grundsätzlich gibt es bei Siamkatzen und Thaikatzen vier Standardfarben, zuzüglich der Farben weiß (Foreign White), rot und creme sowie deren Kombinationen.
Grundfarben sind seal-point, chocolate-point, lilac-point und blue-point. Außerdem gibt es noch: red-point, creme-point, seal-tortie-point beige, blue-tortie-point, chocolate-tortie-point, lilac-tortie-point und Foreign White (einfärbig Weiß).
Die Abzeichen müssen gleichmäßig gefärbt sein.
Die o.g. Farbschläge gibt es auch als Tabby, was bedeutet, dass die Points nicht vollfarbig sind, sondern eine Strichzeichnung haben. Mit Abzeichen ist gemeint, dass Maske, Ohren, Beine, Füße und Schwanz eine andere, dunklere Farbe haben als der übrige Körper. Die Maske umfasst Nase, Schnurrhaarkissen, Augenumrandung und Stirn und ist durch Linien mit den Ohren verbunden. Mit der Grundfarbe ist die übrige Körperoberfläche bedeckt. Thaikatzen sind mit etwa einem Jahr ausgefärbt, dunkeln jedoch im Alter insbesondere auf dem Rücken immer stärker nach. Da das Haar durch Pigmenteinlagerung dicker wird, bekommen Körperregionen mit weniger Fettschichten dadurch eine bessere Wärmeisolierung.
RED POINT
Bereits seit 1888 sind in GB "Lachsfarbene" Siamesen bekannt, vielleicht sind diese die ersten Red-Points. Öffentlich ausgestellt wurden Ingwer-farbene Siamesen 1934, sie wurden beschrieben als Orange-Points, mit weißem Körperfell, roten Abzeichen und blauen Augen, die Eltern waren ein dunkler Seal-Point-Kater und eine Kätzin mit schildpattfarbenen Abzeichen.
Da anscheinend alle bekannten Red-Points Tabbyzeichnungen aufwiesen, tat sich die GCCF schwer mit der Anerkennung dieser Farbe.
Die Abzeichenfarbe ist ein deutliches Rotgold an Maske, Ohren und Schwanz, die Beine und Füße dürfen eine blassere Färbung zeigen (Aprikose), Nasenspiegel und Fußballen sind rosa. Die Augenfarbe sollte in kräftiges Blau zeigen. Viele Linien zeigen die roten Abzeichen mit leichter Tabbyzeichnung und die Augen sind häufig eher bläßlich mit rötlichem Schimmer. Eine Siam Redpoint mit Tabbyzeichnung muß also keine genetische Tabby sein.